FC Teutonia 4 - 3 ESV München
Samstag, 7. Mai 2022 bei Schwere-Reiter Str. 13, 80637 München
  • Der Spielbericht

Der Spielbericht

Nachdem es zunächst so aussah, als würde der angekündigte Regen einen Bogen um das Teutonengelände machen, fing er dann pünktlich zum Anpfiff um 09:30 Uhr leider doch an. So mussten die Anhänger*innen des angereisten ESV München und der Heimmannschaft des FC Teutonia zwar im Regen stehen, sie wurden im Gegenzug aber mit einem hochklassigen und spannenden Fußballspiel belohnt. 

Gleich von der ersten Minute an waren das Tempo sowie die Intensität in den Zweikämpfen hoch, beide Mannschaften hatten sich offenbar viel vorgenommen. 

Die Anfangsphase gehörte den Gastgebern, die sich nach und nach in die gegnerische Hälfte vorarbeiteten und in der 2. Minute zum ersten Eckball kamen. Der Abschluss durch Clark nach zunächst kurzer Ausführung landete direkt in den Armen des aufmerksamen ESV-Keepers. Unmittelbar danach folgte gleich die zweite Ecke – diesmal von rechts – die allerdings von der starken Nummer 10 des ESV abgefangen und der Konter gestartet wurde. Diesmal konnte er zwar durch Benno und Matti gestellt werden, die körperliche Robustheit und Schnelligkeit des Stürmers blitzten aber zum ersten Mal an diesem Tag für alle erkennbar auf. Zwei Minuten später dann sein erstes Tor: Nach Ballverlust der Teutonen im Mittelfeld, einer geschickten Körperdrehung und einem sehenswerten Abschluss aus acht Metern das 1:0 aus Sicht der Gäste. 

Die Teutonen ließen sich keinerlei Verunsicherung anmerken und erhöhten ihrerseits den Druck. Nach einigen gewonnenen Zweikämpfen im Mittelfeld wurde Felix auf der linken Seite freigespielt, welcher das Tempo anzog und mit einem strammen Schuss abschloss. Der Torwart konnte nur nach vorne abprallen lassen – ein Geschenk, das David gerne annahm und zum 1:1 in der 7. Minute einnetzte. 

Das Spiel war nun sehr ausgeglichen. Eine verlängerte Ecke durch Benno konnte durch die Nummer 13 des ESV in letzter Not akrobatisch auf der Linie geklärt werden, dann passierte es im direkten Gegenzug schon wieder: Ein kluger Pass von der Nummer 14 auf die Nummer 10, welche alleine vor Leon auftauchte. Den Lupfer konnte der Teutonen-Schlussmann noch parieren, den Nachschuss allerdings nicht mehr – die erneute Führung für die Gäste nach 8 Minuten. Einige Zeit später wurde es für die eigentlich gut spielenden Teutonen dann noch bitterer: Das kongeniale Duo des ESV schlug schon wieder zu – diesmal mit vertauschten Rollen – und so durfte sich auch die Nummer 14 nach einem Doppelpass mit der Nummer 10 in die Torschützenliste eintragen, nachdem Torwart Leon unglücklich auf dem falschen Fuß erwischt wurde. 

Was tun, wenn man im Heimspiel plötzlich 1:3 hinten liegt? Sich auf seine Qualitäten besinnen und zum Beispiel mal eine geniale Einzelaktion bringen. Das dürfte sich jedenfalls Melvin gedacht haben, der sich auf der linken Seite erst durch vier Verteidiger durchdribbelte und dann wunderbar quer auf Basti ablegte, welcher ins lange Eck abschloss und in der 18. Minute den Anschlusstreffer zum 2:3 erzielte. Basti war es auch, der in der Folge nach einem cleveren Steckpass von Chica den erneuten Ausgleich auf dem Fuß hatte, der ESV Verteidiger konnte aber noch in letzter Sekunde klären. Die verbliebenen Minuten bis zur Halbzeit verliefen intensiv und mit Chancen auf beiden Seiten, die die beiden guten Torwärte aber jeweils entschärfen konnten, weshalb es mit dem 2:3 in die Kabinen ging. 

Nach dem Seitenwechsel wurde nicht nur der Regen stärker, sondern vor allem auch die Mannschaft des FC Teutonia. Das Zusammenspiel und die Laufwege passten nun noch deutlich besser als in der ersten Halbzeit, und der Druck auf den Gegner nahm kontinuierlich zu. Nach guter Vorarbeit von Noah und Matti wurde Chica steil geschickt, welcher vor dem gegnerischen Tor die Nerven behielt und in der 27. Minute zum verdienten Ausgleich abschloss. Gleich eine Minute später prüfte Clark mit einem wuchtigen Distanzschuss den gegnerischen Torwart, welcher den erstmaligen Rückstand seiner Mannschaft mit einer sehenswerten Parade noch verhindern konnte. Einige Minuten später kam es dann aber zur entscheidenden Szene des Spiels: Leon eröffnete mit einem mittigen Pass auf Clark, welcher sofort auf den durchstartenden Felix spielte, der das Laufduell mit dem Verteidiger für sich entschied und vom herauseilenden Torwart nur noch mit einer Notbremse gestoppt werden konnte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Noah in der 36. Minute nervenstark zur umjubelten 4:3 Führung. Kurz darauf war es wieder Melvin, der sich unnachahmlich durch die Abwehr wühlte und im Strafraum zu Fall kam, ein Elfmeterpfiff blieb diesmal aber aus. 

Inzwischen war die Heimmannschaft klar tonangebend und das Spiel fand nahezu ausschließlich in der Gegnerischen Hälfte statt. Phasenweise gab es Torchancen im Sekundentakt, am Spielstand von 4:3 änderte sich aber bis zum Schlusspfiff nichts mehr. 

Es war ein sehr schönes und leidenschaftliches Spiel, bei dem neben der fußballerischen Qualität auch das Fairplay im Mittelpunkt stand – sowohl auf als auch neben dem Platz. 

 

 

 

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