FC Teutonia 4 - 3 TSV Solln II
Sonntag, 2. September 2018 bei Schwere-Reiter Str. 13, 80637 München
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Der Spielbericht

4:3 NACH 0:3 – TEUTONIA II KÄMPFT SICH ZUM SIEG

Unsere zweite Mannschaft konnte am Sonntagnachmittag mit einem spektakulären 4:3 (1:3) Sieg gegen Solln II den ersten Dreier der noch jungen Saison einfahren. Am zweiten Spieltag und gleichzeitig ersten Heimspiel der neuen Saison machte die Mannschaft von Coach Steffen im Prinzip da weiter, wo sie letzten Saison aufgehört hat: erst in Rückstand geraten, dann aber bockstark das Spiel drehen. „Ich bin heute 100 Jahre älter geworden. Aber geil war’s“, so der Trainer sichtlich erleichtert nach anstrengenden 90 Minuten.

Die Partie begann wie sie nicht schlechter hätte beginnen können. Bereits nach nicht einmal einer Sekundenzeigerumdrehung rappelte es im Teutonia-Karton: langer Ball, von der FCT-Defensive nicht zum letzten Mal unterschätzt, Hereingabe in die Mitte, krach bumm, 0:1. Man nimmt sich viel vor, will vor heimischen Kulisse mit rund 37 Fans einiges bieten und dann sowas. Doch damit nicht genug: In der 17. Minute erhöhte der Gast auf 2:0, in der 34. Minute gar auf 3:0. Vorausgegangen waren jeweils lange Bälle oder unnötige Querpässe in nicht ganz optimaler Position, um Querpässe zu spielen. Doch auch der Spielaufbau und das Offensivspiel gestaltete sich in Halbzeit eins noch ziemlich behäbig. Mit dem eingewechselten Jakob Flanderka sollte sich das Spiel aber zusehends drehen. Der 1,57m kleine, wieselflinke Flügelspieler dribbelte auf der rechten Seite drei Gegenspieler aus und flankte mustergültig auf Mario Matic, der zum Anschlusstreffer einnetzte (40.). Das war’s im ersten Durchgang. Erst einmal runterkommen, sammeln, besprechen und vor allem: alles besser machen.

Die Teutonen-Elf hatte sich für den zweiten Durchgang eine Menge vorgenommen und setzte dies nicht einmal zwei Minuten nach Wiederanpfiff in die Tat um. Flanke Flanderka, Kopfball Matic – nur noch 2:3. In der Folge riss FCT II das Spielgeschehen zusehends an sich und steigerte sich von der Defensive bis in die Sturmspitze in allen Mannschaftsteilen. Die Kombinationen wurden flüssiger, die Aktionen torgefährlicher und das Selbstvertrauen immer größer. Hervorheben darf man an dieser Stelle die Kopfballstärke von Steffen Resch, der zur zweiten Hälfte eingewechselt wurde und den umtriebigen Angreifer der Gäste mit einer 100 % Zweikampf-/Kopfballquote zur Verzweiflung brachte. Chance um Chance erspielten sich nun die schwarz-gelben Hausherren, die heute auf den etatmäßigen Kapitän Sven Möller und verletzungsbedingt auf Tsubazian Hassan verzichten mussten, dafür aber im Tor auf Marc-ich-halte-den-Ball-am-liebsten-mit-dem-Gesicht-Jungblut zurückgreifen konnten. Doch es sollte bis zur 79. Minute dauern, ehe der heutige Kapitän Dennis „die Mamba“ Mätschke zum verdienten Ausgleich einmätschtke. Die Teutonen-Kampfbahn stand mit dem Ausgleichstreffer Kopf, die Fans trieben die Mannschaft per Megafon nach vorne und wollten unbedingt noch den Siegtreffer sehen. Es sollte dem heute alles überragenden Jabok Flanderka zu Teil sein, den entscheidenden Treffer zum 4:3 zu erzielen: Johannes „der Schöne“ Meinow, dessen Vater heute an der Seitenlinie stand, was per se Glück bringt – wir erinnern uns an den Auftritt von Meinow Senior in der vergangenen Saison beim Auswärtsspiel der Dritten bei Dinamo, als die Dritte völlig überraschend im Abstiegskampf den Tabellenführer schlug –, brachte den Ball mustergültig von rechts in die Mitte, die Mamba verpasste nur knapp, was der 19-jährige Flanderka nur allzu gut zu nutzen wusste – stand der Mini-Messi am zweiten Pfosten doch goldrichtig und netzte zur Entscheidung ein. Fast wäre das 4:3 noch einmal gekippt, doch auf Marc-ich-fauste-den-Ball-lieber-meinem-Gegenspieler-vor-die-Füße-um-den-Schuss-dann-senstationell-zu-halten-Jungblut ist auch in brenzligen Situationen immer Verlass.

Nach dem torlosen Unentschieden bei Dinamo in der vergangenen Woche, konnte die Steffen-Elf nun also mit Mühe und Not den ersten Sieg einfahren. Platz drei mit vier Punkten ist eine schöne Momentaufnahme, bringt aber nicht viel, da wir aus der vergangenen Saison alle wissen, dass Platz drei nicht zum Aufstieg reicht. Nächste Woche geht’s zum Tabellenführer aus Neuaubing. Coach Steffen hat nur einen Wunsch: „Hört auf mit der Scheiße immer zurückzuliegen, bevor ihr gewinnt.“ FCT II gibt sein bestes. Aber geile 4:3-Siege sind halt geiler als geile 2:0-Siege.

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