ESV München - Ost 4 - 4 FC Teutonia
Montag, 15. Oktober 2018 bei Schwere-Reiter Str. 13, 80637 München
  • Der Spielbericht

Der Spielbericht

Das ungemein laufintensive und technisch anspruchsvolle Spitzenspiel beim ESV München-Ost endete mit einem - zumindest durch die Teutonen-Brille betrachtet - äußerst unglücklichen 4:4. Der Auftakt geriet nach Maß: Kaum hatte der Schiri angepfiffen, konnte er gleich wieder zum Anstoß bitten - die sträflich ungedeckte Saadet hatte trocken zum 1:0 abgezogen. Die Gastgeberinnen waren sichtlich geschockt und konnten sich nur mit Mühe der schwarz-gelben Attacken erwehren. Mitte der ersten Hälfte verwandelte Mia eine von der stark spielenden Johanna getretene Ecke per Direktabnahme zum 2:0. Die Heimmannschaft erwachte langsam zum Leben, schaltete den Vorwärtsgang ein - und wurde von Saadet eiskalt mit dem 3:0 abgestraft. Leider brachten unsere Mädels die Führung nicht in dieser Deutlichkeit in die Pause. Der ESV warf noch einmal alles nach vorne, setzte sich in unserem Drittel fest, die Abwehr bekam in mehreren Anläufen den Ball nicht weg, der schließlich in unser Tor flipperte. Nach dem Wiederanpfiff wurde es richtig spannend, es ging flott rauf und runter, Chancen gab es auf beiden Seiten. Die beste hatten die Gastgeberinnen bei einem Wembley-Lattenknaller, der äußerst knapp vor der Linie ins Feld zurücksprang. Mahrere Ausrufezeichen setzte die schnelle Patricia mit einigen atemberaubenden Sololäufen auf der linken Seite, einer führte zum vermeintlich vorentscheidenden 4:1 in der 60. Minute. Doch dann kippte die Partie! Neue Spielerinnen auf Seiten des ESV brachten noch mehr Schwung, es wurde vermehrt der Weg über die zwei wieseligen Außenstürmerinnen gesucht, das Spiel verschob sich bedrohlich in Richtung unseres Tores. Und dann passierte es: Ungebremst rauschte die gegnerische Stürmerin in die herauslaufende Helene, die liegenblieb und nicht mehr weitermachen konnte. Unsere Mädels reagierten geschockt, die Konzentration war dahin - überaus verständlich! Die ins Tor gewechselte Lara klärte einen Angriff per Fußabwehr, unglücklicherweise genau in den Lauf der Gegnerin, die mit einem sehenswerten Distanzschuss auf 2:4 verkürzte. Fünf Minuten waren noch zu spielen, unser Team schwamm. Emma sorgte mit einem Flankenlauf für Entlastung, doch ein wohl als Rückpass gedachter Ball geriet zu scharf und wurde zur Traumsteilvorlage für den gegnerischen Sturm, 3:4 - noch drei Minuten. Mit der Wiederhereinnahme von Saadet kam kurz etwas mehr Ruhe in unser Spiel, aber die wirklich alles gebenden ESV-lerinnen kamen in letzter Minute noch einmal in unsere Box und konnten nur regelwidrig gestoppt werden - Strafstoß! Und wieder war das Glück nicht auf unserer Seite - Lara lenkte den scharf geschossenen Ball zwar an die Latte, doch von dort sprang er direkt wieder zur Schützin zurück - Ausgleich und Schlusspfiff! Tränen auf der einen - Jubel auf der anderen Seite - mehr Drama ging nicht! Schade für unsere Mädels - doch unterm Strich bleibt festzuhalten: Eine Stunde lang ausgezeichnet gespielt; und - trotz allen Respekts vor der nicht minder starken Leistung der Gegnerinnen - ohne die Ausnahmesituation des schlimm aussehenden Crashs von Helene wären wir mit drei Punkten nach Hause gefahren.

 

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