FC Teutonia 6 - 3 FC Rot-Weis Oberföhring
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Samstag, 14. April 2018 bei Schwere-Reiter Str. 13, 80637 München
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Der Spielbericht

B1 siegt gegen Tabellenschlusslicht Rot-Weiß Oberföhring

Erneut muss die B1 gegen einen vermeintlich leichteren Gegner einem frühen Rückstand hinterherlaufen. Dennoch siegt man am Ende trotz langer Schwierigkeiten wie schon zuletzt gegen Dachau verdient. Auch Dank einer vorbildlichen Moral und Willensstärke.

Die im Vergleich zum Sieg gegen Dachau auf 3 Positionen veränderte Teutonen-Mannschaft wollte im in der Hinrunde bewährten 4-2-3-1-System mit einem Sieg wieder einen kleinen Schritt in Richtung Kreisliga-Aufstieg machen. Doch dass man den Tabellenführer aus dem Olympiapark vor allem in der Anfangsviertelstunde großen Schaden zufügen kann, wusste wohl auch der diesmalige Gegner FC Rot-Weiß Oberföhring. Und so dauerte es auch dieses Mal keine 10 Minuten bis der Ball, nach einem Missverständnis im Abwehrverbund der Schwarz-Gelben, im Netz zappelte. Es war schon der achte 0:1-Rückstand im Laufe der Saison und gar der der Dritte in Serie. Doch wie nicht anders zu erwarten, schüttelten sich die Schwarz-Gelben wie schon zuletzt nur kurz und kamen postwendend zum Ausgleich. Nach einer eleganten Flugeinlage von Dauerkämpfer Nathan Wandelt verwandelte Rückkehrer Clint Schmidt, der sein Startelfcomeback im Teutonendress feiern konnte, einen äußerst fragwürdigen Elfmeter souverän ins linke Torwarteck. Wer nun aber dachte, dass die Gastgeber das Spielgeschehen bestimmen würden, sah sich erstmal getäuscht. Wie schon bei den beiden Gegentreffern im Spiel gegen Dachau eine Woche zuvor, unterschätzte die Hintermannschaft des FC Teutonia einen langen und eigentlich ungefährlichen Ball der Gäste total, sodass ein Oberföhringer Stürmer ohne weitere Probleme zur erneuten Führung vollenden konnte. Allerdings lies auch daraufhin eine Antwort der Teutonen nicht lange auf sich warten. Der wieder einmal bärenstarke Valentin Karzel beförderte nach einem gelungenen Sololauf den Ball im Fallen von der Grundlinie zurück ins Spielfeld. Dort stand Nathan Wandelt vollkommen frei und schob die Rückgabe seines Sturmpartners lässig ein. Die Schützlinge von Trainer Harry Feja waren nun am Drücker, konnten aber in den folgenden Minuten erstmal nur durch Halbchancen in Form einiger Distanzschüsse auf sich aufmerksam machen. Anders als in Minute 40: Nach einer Balleroberung im Mittelfeld schaltete der immer wieder lautstarke Paul Schelling am Schnellsten und bediente den aus der Tiefe durch gestarteten Valentin Karzel mit einem traumhaften Chip-Ball sehenswert. Dieser musste nur noch den gegnerischen Torwart umkurven und in das verwaiste Tor einschieben. Zur Halbzeit konnten die Zuschauer also schon eine Handvoll Tore eines rasanten und spannenden Meisterschaftsspiels bestaunen.

Ähnlich ging es dann auch in die zweiten 40 Minuten. Kurz nach Wiederanpfiff gab es nach Foul an Paul einen diesmal berechtigten Elfmeterpfiff. Erneut nahm sich der Wintertransfer der Schwarz-Gelben der Sache an, scheiterte aber mit einem schwachen Versuch am Oberföhringer Schlussmann. Fast im Gegenzug kam es dann noch schlimmer: Wieder einmal hatte man mit einem weiten Schlag des Gegners Probleme, sodass erneut ein Rot-Weißer auf und davon war. Aus halbrechter Position überlupfte dieser dann Torwart Filip Maric, der nochmal den noch nicht wieder genesenen Daniel Schweiger ersetzte. 3:3 statt 4:2. Was für ein irres Spiel! Und spätestens jetzt erkannten endlich auch die Teutonen den Ernst der Lage, so schienen sie in ihren Aktionen zwingender zu werden. Im Mittelpunkt: Die Ko-Produktion zum zwischenzeitlichen 3:2 im Rollentausch. Diesmal bediente Vale Karzel den eingelaufenen Paul per herrlichen und maßgeschneiderten Diagonalball. Der Mittelfeldmotor blieb vor dem herauseilenden Keeper cool und vollstreckte seinerseits per Heber zur abermaligen Teutonen-Führung. Wenige Augenblicke später war es wieder Paul, der mit seiner vierten direkten Torbeteiligung am Nachmittag endgültig zum Matchwinner avancierte. Einen fast schon verloren geschienenen Ball legte er uneigennützig auf Nathan zurück, der sich mit seinem zweiten Treffer bedankte. Nach ein paar schlecht ausgespielten Kontern, mit denen man das Ergebnis noch deutlich höher hätte gestalten können, setze Spielmacher Nam Max Nguyen mit einem fulminanten Volleyschuss von der 16er-Markierung den Schlusspunkt. 

Die Teutonen münzen somit bereits zum siebten Mal einen 0:1-Rückstand in einen Sieg um. Ein Zeichen mangelnder Konzentration und Fahrlässigkeit in der Anfangsphase, aber eben auch einer beeindruckenden sowie herausragenden Moral und Willensstärke danach. Die nächsten Wochen werden also zeigen, ob man an den Erfahrungen der letzten Wochen gereift ist und inwiefern man weiter auf den Aufstieg hoffen darf. Am 21. April um 13:00 empfängt man im 4. Heimspiel hintereinander erstmal die Spielgemeinschaft aus Hebertshausen.

 

Julian Domke

Die Fakten

Aufstellung: Filip Maric 1, Maximilian Wehmeier 4, Luis August 35, Niklas Schreib 25, Valentin Eichhorn 82, Nam Max Nguyen 83, Saverio Lumare 18, Paul Schelling 10, Nathan Wandelt 13, Valentin Karzel 81, Clint Schmidt 19.

Auswechselspieler: Luis Sturz 2, Marco Diewald 3, Leonard Niessen 84, Luis Bura 20.

Torschützen: Clint Schmidt 19 in Minute 15, Nathan Wandelt 13 in Minute 25, Valentin Karzel 81 in Minute 40, Paul Schelling 10 in Minute 60, Nathan Wandelt 13 in Minute 65, Nam Max Nguyen 83 in Minute 76.

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